Wer soll Ärger bekommen?
Perspektivenübernahme und das Verständnis für „zielverhindernde“ Handlungen

Studienleitung: Beate Priewasser

Studiendurchführung: Janis Strainer & Sophia Koch

Dauer: ca. 20 Minuten, Alter: 3 bis 4 Jahre

 

In dieser Studie  möchten wir herausfinden, ob 3-4 jährige Kinder Handlungen verstehen, die das Ziel haben, die Zielerreichung eines anderen zu verhindern und ob dies mit der Fähigkeit, sich in andere Personen hineinzuversetzen, zusammenhängt.

Dafür spielen wird jedem Kind zwei Puppenspiele vor: Ein  Schaf spielt mit einem Ball, doch plötzlich rollt der Ball davon. Glücklicherweise ist eine hilfsbereite Maus zur Stelle, die dem Schaf den Ball zurück bringt. Daraufhin spielt das Schaf weiter mit dem Ball, doch wie sollte es anders sein- es verliert den Ball wieder. Diesmal gerät er an eine andere Maus, welche den Ball schnappt und damit wegläuft.

Anschließend werden dem Kind drei Fragen gestellt: Welche Maus magst du lieber? Welche Maus findest du netter? Welche Maus sollte Ärger bekommen?

Dabei wird es für Sie und uns spannend werden zu sehen, für wen sich das Kind entscheidet- die helfende oder die hindernde Maus?

Die gleichen Fragen stellen wir bei dem zweiten Puppenspiel: Hier beobachten zwei Katzen, wie eine Gans ein Spielzeug aus einer Truhe holen möchte. Sie schafft es nicht alleine den schweren Deckel zu öffnen. Eine der beiden Katzen kommt und hilft während die zweite auf den Deckel der Truhe hüpft und so verhindert, dass die Gans das Spielzeug bekommt.

Um festzustellen, ob Kinder die Perspektive einer anderen Person schon einnehmen können, werden wir zwei kurze Bildgeschichten zeigen. Es geht dabei um den kleinen Maxi, der seinen Ball in den Schrank legt und danach den Raum verlässt. Anschließend kommt seine Schwester ins Zimmer, nimmt den Ball, legt ihn in eine Schublade und verlässt das Zimmer. Als Maxi zurückkommt um mit seinem Ball zu spielen, werden die Kinder gefragt: „ Wo wird Maxi seinen Ball als erstes suchen?“. Die zweite Geschichte handelt von Lisa und ihren Teddy und ist ansonsten genau gleich aufgebaut.

Diese Studie trägt dazu bei, die kindliche Denkweise in Bezug auf soziale Interaktionen zu erforschen und die Kinder in ihrer Entwicklung noch besser zu verstehen.

Als Dankeschön für die Teilnahme erhält jedes Kind eine Urkunde und ein kleines Geschenk.

Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Ihnen und Ihren Kindern!

 

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