Schatzsuche – Wo ist die Münze?

Verstehen von Sicherheit und Unsicherheit bei Kindern

Studienleitung: Josef Perner, Michael Huemer

Studiendurchführung: Hannah Böttjer

Dauer: ca. 45 Minuten, Online via Webex-Meetings

Altersbereich: 3-4 Jahre (36-59 Monate)

Hier können Sie Ihr Kind zur Studie „Schatzsuche – Wo ist die Münze?“ anmelden

 Stellen Sie sich vor, Sie haben drei Becher vor sich stehen: ein Paar von Bechern und einen einzelnen Becher. Ein Sticker wird in einem der Becher des Becher-Paares versteckt, Sie können aber nicht sehen in welchen der beiden Becher der Sticker gegeben wurde. Ein weiterer Sticker wird in den einzelnen Becher gegeben. Anschließend sollen Sie einen Becher auswählen, um einen Sticker zu gewinnen. Wahrscheinlich würden Sie den einzelnen Becher auswählen, wo Sie sicher sein können, dass er einen Sticker enthält.  Eine Studie mit Kindern ergab, dass Kinder unter vier Jahren die sichere Option (den einzelnen Becher) nur in 50% der Fälle wählten. Erst ab mit vier Jahren wählen die Kinder häufiger den sicheren Becher. In diesem Alter entwickelt sich ein Verständnis für mögliche, aber nicht sichere und sichere Zustände.

Zur selben Zeit entwickelt sich bei Kindern auch die Fähigkeit zur Perspektivenübernahme, d.h. sie können beispielsweise die eigenen Gefühle und Gedanken, wie auch die anderer nachvollziehen. In dieser Studie möchten wir gerne mit einer virtuellen Schatzsuche und kindgerecht animierten Geschichten untersuchen, ob die Entwicklung dieser beiden Fähigkeiten zusammenhängt.

Damit sich Ihr Kind an die Situation gewöhnt, spielen wir am Anfang ein Wortschatzspiel. Dabei werden Ihrem Kind Bilder von unterschiedlichen Objekten gezeigt, die es benennen soll.


Danach werden wir uns mit Ihrem Kind auf eine virtuelle Schatzsuche begeben. Ziel der Schatzsuche ist es, so viele Münzen wie möglich zu gewinnen. Zum Aufwärmen lernt Ihr Kind Schatzkisten und  Münzen kennen. Anschließend beginnt das Spiel: Ihr Kind sieht drei Schatzkisten, ein Paar von Schatzkisten und eine einzelne Schatzkiste. Dann wird eine Münze in einer der Schatzkisten des Paares versteckt und eine weitere Münze in der einzelnen Schatzkiste. Da die Schatzkisten beim Verstecken der Münzen hinter einer Piraten-Flagge verborgen sind, kann Ihr Kind nicht sehen, in welcher der beiden Schatzkisten des Paares die Münze versteckt wird. Anschließend wird Ihr Kind gefragt, welche Schatzkiste es wählt, um eine Münze zu gewinnen.

Um die Fähigkeit zur Perspektivübernahme zu untersuchen, werden wir Ihrem Kind Geschichten wie die Folgende zeigen: Maxi spielt mit seinem Ball und räumt ihn danach in einen von zwei Schränken. Während er draußen ist, wird der Ball in den anderen Schrank gelegt. Wo wird Maxi den Ball nach seiner Rückkehr suchen? Kinder, die schon zeigen oder sagen können, dass Maxi in dem Schrank nachschauen wird, wo der Ball vor dem Umlegen war, können die Perspektive von Maxi bereits nachvollziehen.

Dank Ihrer Teilnahme an dieser Studie können wir etwas über die Denkweise von Kindern in sozialen Situationen lernen und die kindliche Entwicklung besser verstehen. Als Dankeschön senden wir Ihnen per E-Mail eine Urkunde für Ihr Kind zu!

Die gesamte Studie findet online statt. Sie und Ihr Kind können also bequem und sicher von zu Hause aus unseren Geschichten und Aufgaben lauschen. Hier finden Sie Infos wie eine Online-Studie unseres Kinderlabors abläuft.

Bei Interesse für die Teilnahme an unserer Studie schreiben Sie uns gern eine E-Mail mit dem Stichwort „Schatzsuche“ an kinderlabor.online@sbg.ac.at.

Wir freuen uns!

Hannah & das Team des ToM-Kinderlabors

 

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