Was ​wissen Kinder über ihre eigenen Gedanken und über die Gedanken anderer Personen?

Studienleitung: Daniela Kloo

Studiendurchführung: Vivien Schenkel & Jessica Krammer

​Dauer: 20-30 Minuten​, ​Alter: 5 bis 6 Jahre

 

In unserer Studie geht es um Metakognition – damit meinen wir das Nachdenken über das eigene Denken und Wissen. Wir möchten insgesamt drei spielerische Aufgaben mit 5- bis 6-jährigen Kindern durchführen.

In zwei Aufgaben wollen wir herausfinden, was Kinder über ihre eigenen Gedanken und über die Gedanken einer anderen Person wissen:

Zunächst möchten wir mit den Kindern eine Art Versteckspiel spielen. Dafür bringen wir 8 verschiedene Spielzeuge und einen Schuhkarton mit, in dem die Spielsachen versteckt werden. Die Kinder werden dann gefragt, ob sie wissen, welches Spielzeug versteckt wurde. Aber Achtung! Manchmal können die Kinder nicht sehen, welches Spielzeug versteckt wird, weil es hinter einem Sichtschutz gemacht wird. Wir wollen nun herausfinden, ob die Kinder verstehen, dass sie eigentlich nicht wissen können, welche der Spielzeuge sich nun im Karton befinden und welche nicht.

In einer zweiten Aufgabe erzählen wir den Kindern eine Bilderbuchgeschichte von Max, seiner Mutter und seiner kleinen Schwester Maria. Max möchte sein Buch vor Maria verstecken. Er bemerkt jedoch nicht, dass Maria ihn dabei beobachtet. Nun möchten wir herausfinden, ob die Kinder die unterschiedlichen Gedanken und Perspektiven der in der Geschichte vorkommenden Personen nachvollziehen können.

Wir vermuten, dass das Verstehen der eigenen Denkprozesse (Versteckspiel) und das Hineinversetzen in die Gedankenwelt anderer Menschen (Bilderbuchgeschichte) in der kindlichen Entwicklung zusammenhängen. Dies möchten wir durch die beiden beschriebenen Aufgaben untersuchen. Wenn die meisten Kinder entweder beide oder keine der beiden Aufgaben lösen können, deutet dies auf einen Zusammenhang hin.

Des Weiteren wollen wir zeigen, dass ein möglicher Zusammenhang nicht auf den „exekutiven Funktionen“ beruht. Damit sind die geistigen Fähigkeiten gemeint, mit denen Menschen ihr Verhalten steuern. Aus diesem Grund möchten wir noch ein weiteres Spiel mit den Kindern spielen. Es nennt sich „Simon sagt“ – vielleicht kennen Sie das Spiel auch unter dem Namen „Kommando Pimperle“ oder auch „alle Vögel fliegen hoch“. Es werden dabei einfache Anweisungen wie beispielsweise „Hände in die Luft“ genannt, die je nach Situation entweder nur von uns selbst oder auch gemeinsam mit dem Kind gemacht werden.

Wir schätzen, dass alle drei Aufgaben zusammen 20-30 Minuten dauern werden. Unsere Aufgaben sind so gestaltet, dass die Kinder Spaß dabei haben und auch wir freuen uns schon darauf sie mit den Kindern durchzuführen. Über Interesse an unserer Studie würden wir uns sehr freuen!

Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Ihnen und Ihren Kindern!

 

         

 

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